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Die sechs wichtigsten Lagertypen – welcher passt zum Unternehmen?

Kostenfaktor oder Sicherheitsgarant? Ein Lager ist beides. Durch eine passgenaue Auswahl der Lagerhalle lassen sich Kosten minimieren. Doch welcher Lagertyp passt am besten zum Unternehmen? Der Überblick über die sechs wichtigsten Lagertypen.

| Lesedauer: 4min.

Durch Rohstoffmangel, Pandemie und gestörte Lieferketten hat das Bedürfnis nach Sicherheit zugenommen. 37 % der Unternehmen haben nach einer Studie des „Herchenbach Supply Chain Instituts“ ihre Sicherheitsbestände erhöht. Im Vorteil waren dabei Unternehmen, die durch flexible Lagerlösungen zur Miete die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig den Kostendruck reduzieren können. Da Unsicherheiten in der Lieferkette und Veränderungen der Warenströme zur neuen Normalität gehören, sind Lagerlösungen zudem besonders sinnvoll, die flexibel an den jeweiligen Bedarf angepasst werden können.

Bei dem Lager kann es sich um einen Raum genauso wie um eine Fläche unter freiem Himmel handeln. Im Lager werden Rohstoffe, Halbfertigprodukte, Waren oder Güter gesammelt. Der Materialfluss wird bewusst unterbrochen, um Bestände zu bilden oder neu zu bündeln. Wie lange das Material im Lager bleibt, hängt von der Funktion des Lagers ab. Kurze Umschlagzeiten sind genauso möglich wie lange Vorratshaltung. Lager werden in unterschiedlichen Phasen der Produktion eingesetzt, die Grenze zu Logistikzentren ist fließend.

Jedes Lagergut stellt andere Anforderungen an die Lagerhaltung. Deshalb ist die Wahl der richtigen Halle entscheidend. Witterungsunempfindliches Baumaterial kann unter freien Himmel oder einer einfachen Überdachung gelagert werden. Kalthallen bieten Witterungsschutz und Diebstahlschutz, während isolierte Hallen optimale Bedingungen für temperaturempfindliche Ware beispielsweise aus der Lebensmittelbranche bieten.

Hängt das Lager als Beschaffungslager oder Pufferlager eng mit der Produktion zusammen, ist die räumliche Verbindung zur Produktion entscheidend. Für ein Umschlaglager oder Verteilerzentrum spielen die Nähe zu wichtigen Verkehrsadern wie Autobahnen oder Eisenbahnlinien sowie die Nähe zum Kunden beispielsweise auf der letzten Meile eine entscheidende Rolle.

Die wichtigsten Lagertypen im Überblick

1. Beschaffungslager oder Produktionslager

Beschaffungs- oder Produktionslager haben eine Pufferfunktion. Anders als Zwischen- oder Pufferlager sind sie aber nicht innerhalb des Produktionsprozesses positioniert, sondern stehen zeitlich vor der Produktion. Räumlich sind die Lagerhallen nahe am Produktionsstandort angesiedelt.

  • Im Beschaffungs- oder Produktionslager werden die Rohstoffe, Materialien, Halbfertigwaren und Vorprodukte gelagert, die später in der Produktion verarbeitet werden.
  • Sobald sich zeigt, dass die Güter im Produktionsprozess benötig werden, erfolgt die sofortige Lieferung zum Produktionsstandort.
  • Oft sind die Beschaffungs- oder Produktionslager direkt über Fördersysteme mit der Produktion verbunden, so dass die Artikel automatisch in den Produktionsbereich gebracht werden.

Ziel der Beschaffungs- und Produktionslager ist es, immer ausreichend Material zur Verfügung zu halten, um einen reibungslosen Produktionsablauf zu gewährleisten. Unternehmen machen sich damit unabhängig von Just-in-time-Lieferungen und Störungen in der Lieferkette. Auch wenn größere Beschaffungs- und Produktionslager einen Kostenfaktor darstellen, sichern sie Unternehmen jedoch besser gegen Produktionsausfälle aus Materialmangel ab. Da in den Beschaffungs- und Produktionslagern Rohmaterialen gelagert werden, ist in der Regel ein geringerer Diebstahlschutz nötig. In Unternehmen, die qualitativ hochwertige und sicherheitsrelevante Ware produzieren, sind Beschaffungs- oder Produktionslager der geeignete Ort, um die angelieferten Güter einer Qualitätskontrolle zu unterziehen, bevor sie in die Produktion gehen.

2. Zwischenlager bzw. Pufferlager

Zwischenlager beziehungsweise Pufferlager werden sowohl innerhalb des Produktionsprozesses und als auch innerhalb von Distributionsprozessen eingesetzt. Sie sind immer dann sinnvoll, wenn vor- und nachgelagerte Prozessstufen unterschiedlich schnell ablaufen.

  • Die Hauptfunktion eines Zwischenlagers oder Pufferlagers ist die temporäre Lagerung von Rohstoffen, Zwischenprodukten oder Waren.
  • Die Güter werden so lange zwischengelagert, bis sie für die Weiterverarbeitung oder die Auslieferung benötigt werden.
  • Eine Bearbeitung findet im Zwischenlager nicht statt.

Ziel ist es, einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und in kürzester Zeit eine ausreichende Menge Güter für die nächste Produktionsstufe oder die Distribution bereitzustellen. Damit werden Kosten vermieden, die durch eine Verzögerung bei Produktion, Kommissionierung oder Auslieferung entstehen würden. Zwischenlager im Produktionsprozess befinden sich in direkter Nähe zur Fertigungslinie. Als Teil des Distributionsprozesses werden die Lager an Versanddocks positioniert.

3. Umschlagslager oder Transitlager

Schnell rein, schnell raus, das zeichnet Umschlagslager aus. Rohstoffe, Güter oder Waren werden nur dorthin gebracht, um sie von einem Transportmittel auf ein anderes, beispielsweise vom Lkw auf Sprinter, zu verladen. Eingesetzt werden sie beispielsweise bei Paketdienstleistern oder im Lebensmittelhandel. Waren aus einer oder mehreren Quellen werden zum Umschlagslager transportiert und direkt auf neue Fahrzeuge zum Weitertransport verteilt.

  • Umschlagslager zeichnen sich durch einen immensen Warenumschlag aus.
  • Ziel es ist, die Umschlagszeiten so gering wie möglich zu halten.
  • Eine längere Lagerung ist nicht vorgesehen.

Eine besonders effiziente Form der Umschlagslager sind Cross-Docking-Stations. Lkw können an speziellen Docks, die auch für Wechselbrücken konzipiert sind, anfahren. Die Ware wird manuell oder automatisiert entladen und auf Förderbändern zu den Toren gebracht, wo bereits die Sprinter warten.

  • Bei einstufigem System werden die Waren vom Absender direkt so verpackt und adressiert, wie sie vom Empfänger bestellt wurden.
  • Das zweistufige System oder Transshipment-System bedeutet, dass die Kommissionierung und Verpackung für den Endkunden im Lager erfolgt (siehe auch Kommissionierungslager). Ein mehrstufiges Verfahren mit zusätzlichen Prozessschritten ist ebenfalls möglich.

Mit dem Urban Delivery Hub ist es möglich, Cross-Docking-Stations in Leichtbauweise kostengünstig zu errichten. Vor allem für Logistikdienstleister, die auf der „Letzten Meile“ beispielsweise als Lebensmittelunternehmen oder Paketdienstleister agieren, sind diese flexibel einsetzbaren Hallenlösungen besonders interessant.

4. Kommissionierungslager

Je leichter die Ware zugänglich ist, desto besser. Im Kommissionierungslager werden die Waren für einen Auftrag manuell oder automatisiert aus Teilmengen zusammengestellt – und zwar so effizient wie möglich. Die Kommissionierer haben Zugriff auf Waren und Produkte und entnehmen genau die Menge, die für den jeweiligen Auftrag benötigt wird. 

  • Zeit ist ein entscheidender Faktor im Kommissionierungslager. Je schneller und fehlerfreier die Ware verpackt ist, desto besser.
  • Durch eine optimale Ausnutzung des Raumes mit passenden, gut erreichbaren Regalsystemen und einer Optimierung der Laufwege lässt sich die Effizienz eines Kommissionierungslagers erhöhen.

Häufige Einsatzgebiete für Kommissionierungslager sind Versandzentren. Dort werden nach den Bestelllisten der Kunden die gewünschten Produkte zusammengepackt und verschickt. Eine bewusst eingesetzte zeitliche Verzögerung des Versands ist möglich, wenn verschiedene Einzellieferungen zu einer zusammengefasst werden sollen.

5. Distributionszentren, Auslieferung- oder Verteilerlager

Die Distributionslager (auch Auslieferungslager oder Verteilerlager) stehen vom zeitlichen Ablauf gesehen nach der Produktion. Sie können sich auch am Produktionsstandort befinden. Viel entscheidender ist aber die optimale Verbindung zum Auslieferungsort, zu Kunden und Geschäftspartnern, Filialen oder direkt zum Endkunden.

  • Im Distribution- oder Auslieferungslager zeichnen sich durch einen hohen Lagerumschlag aus.
  • Gelagert werden vorrangig Schnelldreher, also die Produkte, die in der entsprechenden Region am häufigsten nachgefragt werden.
  • Ziel der Auslieferungslager ist es, die Lieferzeiten so weit wie möglich zu reduzieren und sicherzustellen, dass der benötigte Warenbestand für eine bestimmte Region schnell zur Verfügung steht.

In Distributionslagern ist der Diebstahlschutz wichtiger an in anderen Bereichen. Dort liegen nicht nur die fertigen Produkte, die einen höheren Wert als Rohware aufweisen. Die Waren und Güter sind in der Regel auch bereits fertig verpackt und kommissioniert. Dadurch lassen sie sich schneller abtransportieren.

6. Vorratslager

Vorratslager zeichnen sich durch einen geringen Warenumschlag aus. Ähnlich wie ein Pufferlager dienen sie dazu, Bedarfsschwankungen auszugleichen. Genutzt werden sie vor allem, wenn abzusehen ist, dass der Lieferzeitraum oder der Preis eines Rohstoffs oder einer Ware starken Schwankungen unterworfen sind.

Sind Waren zu einem bestimmten Zeitpunkt günstig, bieten Vorratslager die Möglichkeit, Ware einzulagern, bevor der Preis wieder anzieht. Gegen diese Einsparungen müssen allerdings die Lagerkosten gegengerechnet werden.

Vorräte werden auch angelegt, wenn ein Unternehmen von einem Rohstoff oder Produkt abhängig ist und keine kontinuierliche Lieferung gewährleistet werden kann. Dann dienen Vorratslager dazu, die Zeit bis zur nächsten Lieferung überbrücken zu können.

Kennzeichnend für Vorratslager ist, dass dort vergleichsweise wenige Produktarten gelagert werden. Auch saisonales Bedarfsschwankungen können mit Vorratslagern ausglichen werden.

Lagerhallen in Leichtbauweise

Durch ein flexibles Baukastensystem lassen sich Lagerhallen in Leichtbauweise optimal für unterschiedliche Lagerbedürfnisse konfigurieren. Je nach Wandverkleidung aus Trapezblech oder Iso-Paneelen können robuste Güter genauso gelagert werden wie temperaturempfindliche Waren. In das Dach aus robustem Industrie-PVC kann ein zusätzliches Textil als Kondenswasserschutz beispielsweise für die Verpackungsbranche eingezogen werden.

  • Stabile Aluminiumprofile in freitragenden Breiten bis 40 m und einer in Binderabständen von 4 oder 5 m frei wählbaren Länge.
  • Kurzfristige Lieferung und schnelle Montage ohne Fundament möglich
  • Günstige Mietoptionen

Durch unterschiedliche Tore und Docks lässt sich die Halle optimal an die Betriebsabläufe im Lager anpassen. Auch Cross-Dockings-Stations beispielsweise beim Urban Delivery Hub sind in Leichtbauweise möglich. Ändern sich die Lagerbedürfnisse oder Warenwege, ist die mobile Leichtbauhalle schnell abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut.

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