Urban Delivery Hub im Leichtbau – jetzt nah am Kunden, später flexibel

Raus aus dem Lkw, rein in den Sprinter, schneller beim Kunden: Der Urban Delivery Hub vereint die Vorteile der Hub-and-Spoke-Logistik und der Cross-Docking-Station mit der Flexibilität einer Leichtbauhalle. Davon profitieren nicht nur Paketdienstleister. Für Lebensmittellieferanten wird der Urban Delivery Hub auch als Micro-Hub zum Trend.

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Schnell liefern – Druck wächst

Kurze Lieferzeiten zählen aktuell zu den wichtigsten Herausforderungen der Logistikbranche. Immer mehr Kunden erwarten ihre Ware am selben oder spätestens am nächsten Tag. Bei Amazon ist „Same Day Delivery“ in Ballungsräumen keine Seltenheit mehr. Paketdienstleister wie DHL, DPD, UPS oder Hermes stellen sich mit der Optimierung ihrer Prozesse auf die Kundenbedürfnisse ein. Ein Baustein ist dabei der Logistik-Hub. Das Hauptumschlagszentrum ist das Drehkreuz und Verteilerzentrum. Neue, flexible Logistikhallen-Lösungen wie der Urban Delivery Hub bündeln die Vorteile dieses Konzepts mit einem Standort in der Stadt nahe am Kunden.

Immer mehr Kunden kaufen Lebensmittel online

Durch die Pandemie hat sich auch in der Lebensmittelbranche der Trend verstärkt, online einzukaufen. Neben Vollsortimentern wie Rewe, bei denen tausende Artikel online bestellt werden können, kommen immer mehr Lieferdienste auf den Markt, die zwar weniger Produkte anbieten, dafür aber in Rekordzeit liefern.  Das Gleiche gilt für die Getränkebranche. Micro-Hubs sind dabei ein entscheidendes Element bei der Herausforderung „Letzte Meile“, um den Weg von der Ware zum Kunden zu vereinfachen, Cross-Docking ist von besonderer Bedeutung für die Lebensmittelbrache, weil leicht verderbliche Ware direkt umgeschlagen werden kann und nicht gelagert werden muss.

Wo entstehen in Zukunft Logistik-Hubs?

Doch das Geschäft ist zurzeit noch hochvolatil. Einerseits werden schnell Logistik-Hubs gebraucht. Auf der anderen Seite lässt sich nicht abschätzen, ob die jetzt begehrten Standorte in wenigen Jahren noch genauso attraktiv sind wie jetzt. Zwar steigt der Bedarf an Logistikhallen. Doch eine Mehrheit der Unternehmen hat einen Planungszeitraum von nicht länger als drei Jahren. Logistiklösungen wie der Urban Delivery Hub, die schnell aufgebaut und genauso einfach wieder abgebaut oder an anderer Stelle aufgebaut werden können, sind dabei nicht nur eine äußerst kostengünstige, sondern auch nachhaltige Lösung.

FAQs

Als Hub wird die „Hauptumschlagsbasis“ in der Logistikkette bezeichnet. Im Englischen ist Hub der Begriff für Dreh- und Angelpunkt oder Verkehrsknotenpunkt. Auch die Radnabe wird so bezeichnet.

In einem Logistik-Hub werden Warenströme neu verteilt. Anliefern. Sortieren, Ausschleusen und Beladen erfolgen im Hub. Möglich ist eine Neuorientierung der Warenströme in zwei Richtungen. Die im Nebenlauf in Depots eingesammelten Güter können über den Hub umgeschlagen und im Hauptlauf zusammengefasst werden. Im umgekehrten Weg werden Güter aus großen Lkw über den Hub auf kleine Sprinter verteilt.

Bei „Hub and Spoke“ gleicht das Logistiknetzwerk einem Speichenrad. Während beim Rastersystem von jedem Depot aus jedes andere Depot angesteuert werden kann, steht beim „Hub and Spoke“, dem Nabe- und-Speiche-System. der Hub im Zentrum. Die Depots sind flächendeckend darum verteilt Zu einem festgelegten Zeitpunkt wird die Ware aus den Depots direkt an den Hub geliefert. Dort wird sie neu verteilt und wieder vom Hub aus direkt in das jeweilige Depot zurückgefahren. Jedes Depot steuert also nur den Hub an und bekommt die Güter auch nur vom Hub. Liegt Depot A näher an Depot B, wäre für den Einzelfall die direkte Lieferung zwar günstiger. In der Gesamtbetrachtung bietet der Hub aber große Vorteile. Die Bündelungen auf den „Speichenwegen“ und der zentrale Umschlag bieten eine optimale Nutzung der Ressourcen, Leerfahrten werden reduziert. Trotz im Einzelfall längerer Wege werden insgesamt die Transportkosten gesenkt.

Bei Cross-Docking werden die Waren nicht gelagert, sondern direkt bei der Anlieferung umgeschlagen und weiter versendet. Dadurch können die Kosten für die Lagerhaltung deutlich gesenkt werden, es wird nahezu keine Lagerfläche mehr benötigt. Cross-Docking eignet sich für Verteilerzentren, die schnell viele Waren umschlagen müssen, beispielsweise für Paketdienstleister, aber auch für leicht verderbliche Ware wie in der Lebensmittelbranche.

Schneller Weg zum Delivery Hub

Herchenbach Industrial Buildings hat für diese Bedürfnisse den Urban Delivery Hub entwickelt, der die Vorteile einer Hauptumschlagsbasis mit der einfachen und schnellen Realisierung einer Leichtbauhalle verbindet. Umgesetzt hat das Unternehmen einen Logistik-Hub unter anderem für DPD. Die Halle hat eine Fläche von 1300 m². An den Giebelwänden wurden zwei Docks für Lkw angebracht. Im Inneren der Halle ist ein Förderband installiert, auf dem die Ware über 46 Tore an den Seitenwänden auf die Sprinter verteilt wird. Durch das Baukastensystem kann die Hallengröße flexibel an die Logistikbedürfnisse unterschiedlicher Branchen angepasst werden. Damit eignet sich der Delivery Hub für zentrale Sammel- und Umschaltpunkte in großen Zentren genauso wie für kleine Verteilerzentren in Städten.

Urban Delivery Hub in Leichtbauweise

Die Vorteile im Überblick

  1. Flexibles Baukastensystem: Leichtbauhallen von Herchenbach können in Systembauweise mit einer freitragenden Breite von 5 bis 40 m und einer Traufhöhe von 3,4 bis 6.4 m gebaut werden. Die Hallenlänge ist in einem Binderabstand von 4 oder 5 m abhängig von der Wind- und Schneelast frei wählbar. Auch doppelschiffige Hallen sind möglich. Zu 500 Hallen-Geometrien liegen TÜV-geprüfte Statiken vor. Eine teure Einzelstatik ist nicht notwendig.
  2. Schnelle Montage: Hallen in Leichtbauweise aus Aluminiumprofilen haben eine hohe Stabilität. Gleichzeitig sind die Hallen deutlich leichter als Hallen aus Stahl oder Stahlbeton. In vielen Fällen ist deshalb kein Fundament nötig. Eine 1000 m² große Halle in Leichtbauweise wird in rund einer Woche montiert.
  3. Docks für Lkw: Die Traufhöhe der Docks ist für die Nutzung von Wechselbrücken ausgelegt. Wechselbrücken oder Wechselkoffer sehen auf den ersten Blick wie gewöhnliche Lkw-Aufbauten aus, bieten aber viele Vorteile. Zum Entladen können sie auf Stützen gestellt werden, außerdem sind sie (anders als ISO-Container) auf Europaletten ausgelegt. Auch deshalb werden sie in der Transportlogistik gerne genutzt und können an den Docks der Urban Logistik Hubs optimal eingesetzt werden. Ein Anfahrtschutz bietet zusätzliche Sicherheit. Außerdem kann ein Vordach zur witterungsunabhängigen Anlieferung angebracht werden.
  4. Tore für Sprinter: Beim Urban Delivery Hub in Leichtbauweise kann in jedem einzelnen Raster zwischen den Profilen ein Tor angebracht werden kann. Dadurch lässt sich die vorhandene Fläche optimal ausnutzen. Für unterschiedliche Logistikanforderungen stehen verschiedene Tore zur Auswahl. Rolltore lassen sich durch Funkfernbedienung oder Radarbewegungsmelder optimal in den Betriebsablauf integrieren.
  5. Kalthalle oder isolierte Halle: Je nachdem, welche Anforderungen das Lagergut hat, können die Hallen als Kalthalle Safe+ oder als isolierte HalleTherm + errichtet werden. Die Kaltlagerhalle eignet sich besonders für temperatur-unempfindliche Güter. In die Aluminiumprofile werden Wände aus robustem Trapezblech eingezogen. Die Warmhalle Therm + ist genauso schnell montiert. Als Wände werden Iso-Paneelen mit exzellenten Wärmedurchgangswerten eingesetzt. Eine Heizung der Halle ist effizienter möglich.
  6. Manuelles oder automatisiertes Transportsystem: Für den reibungslosen Ablauf beim Ein- und Ausschleusen spielt die verwendete Technik eine wesentliche Rolle. Während beim manuellen Einschleusen ein Mitarbeiter die Waren auf den Sorter legt, werden sie beim automatisierten Verfahren ohne Unterstützung des Mitarbeiters weitergeleitet, Mit einem speziell auf die Förderbänder ausgerichteten Hallenboden liefert Herchenbach die optimalen Voraussetzungen, damit Kunden die für ihren Bedarf passenden Förderbänder und Transportsysteme installieren können.
  7. Günstige Mietoptionen: Der Urban Delivery Hub kann dank der günstigen Mietoptionen ohne großes Investitionsvolumen umgesetzt werden. Kunden zahlen nur so lange, wie sie den Hub benötigen. Danach wird die Halle abgebaut, durch das Baukastensystem können die Einzelteile zu 98 % wiederverwendet werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, nach Ablauf der Miete den Delivery Hub zu günstigen Konditionen zu kaufen.
  8. Full-Service-Leistungen: Mit dem „Plus“ von Herchenbach können weitere Leistungen wie eine Vormontage Untersuchung des Geländes oder die Unterstützung beim Bauantrag dazugebucht werden. Das macht den Bau des Hubs einfach und unkompliziert. Kunden profieren bei Herchenbach als einem der größten Leichtbauhallenanbieter in Europa von den Erfahrungen aus tausenden Leichtbauhallenprojekten.
  9. Persönlicher Ansprechpartner: Direkt nach der Kontaktaufnahme meldet sich ein persönlicher Ansprechpartner von Herchenbach, der das Projekt bis zum Vertragsabschluss begleitet. Auch nach der Schlüsselübergabe steht der Kundenservice zu allen Fragen rund um den Urban Delivery Hub zur Verfügung.

Fazit:

Das Thema „Schnelle Lieferzeiten“ erfordert auf dem Weg von Ware zu Mensch neue Logistiklösungen. Der Urban Delivery Hub in Leichtbauweise bietet dabei einen entscheidenden Baustein in der Lieferkette. Durch das flexible Baukastensystem und die passgenaue Kombination aus Docks und Toren lässt er sich als großes Verteilerzentrum genauso realisieren wie als stadtnaher, kleiner Hub. Durch die kurze Montagezeit ist die Leichtbauhalle schnell aufgebaut. Durch die günstige Mietoption rechnet sich der Urban Delivery Hub bereits in einem kurzen Planungshorizont. Danach können die Einzelteile nachhaltig wiederverwendet werden.

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