Stahlhalle und Leichtbauhalle im Vergleich

Leichtbauhallen und Stahlhallen weisen einige Unterschiede auf. Der große Vorteil von Leichtbauhallen liegt in der kurzfristigen Verfügbarkeit. Zudem gibt es weitere Unterschiede.

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Leichtbauhallen und Stahlbauhallen bieten gleichermaßen eine Lösung, wenn in Unternehmen Lagerbedarf herrscht. Allerdings weisen beiden Hallentypen Unterschiede auf, die vor allem die Verfügbarkeit und die Individualisierbarkeit betreffen. So handelt es sich beim Leichtbau um eine modulare Bauweise. Die Lieferzeit einer Leichtbauhalle beträgt zwei bis vier Wochen, während man beim Stahlbau mit bis zu sechs Monaten rechnen muss. Jede Stahlhalle ist ein Individualbauwerk, das immer auf den Bauort neu entworfen, konstruiert und statisch berechnet werden muss. Mit den Montagezeiten verhält es sich ähnlich. Die Montage beim Leichtbau ist in einer Woche realisiert, bei einer Stahlhalle bedarf es ca. vier Wochen.
Leichtbauhallen lassen sich bei Bedarf wieder demontieren, ohne dass das Material beschädigt wird. Dementsprechend sind sie wiederverwendbar. Bei Stahlhallen ist ein Abbau aufgrund des hohen Gewichts der einzelnen Teile deutlich schwieriger und zeitintensiver. Sie lassen sich nach dem Abbau nicht wiederverwenden. Leichtbauhallen lassen sich gemäß dem Baukasten an den jeweiligen Bedarf anpassen. Sie bieten weniger Möglichkeiten bei der freien Gebäudegestaltung, sind dafür aber schneller verfügbar.

Folgende Tabelle fasst die wesentlichen Unterschiede von Stahlhallen und Leichtbauhallen zusammen.

Kostenvergleich

Auch in puncto Kosten gibt es Unterschiede. Diese liegen insbesondere bei der Montage, beim Material und beim Fundament. Die Kosten für die Vorplanung fallen bei Leichtbauhallen ebenfalls geringer aus. Aufgrund der Systemstatik bedarf es keiner individuellen statischen Berechnung. Da die Montage bei Leichtbauhallen schneller vonstattengeht, ist hier mit einer Kostenersparnis im Vergleich zum Stahlbau zu rechnen. Ein Fundament ist für eine Leichtbauhalle nicht zwingend erforderlich. Diese können auf fast jedem Untergrund (i.d.R. Pflaster-, Asphalt- oder Schotterflächen) aufgebaut werden, was die Möglichkeit bietet die Leichtbauhalle sofort auf ungenutzten Werksflächen, ohne aufwendige Gründungsarbeiten, aufzustellen. Bei Stahlhallen ist ein Fundament unerlässlich. Folgende Übersicht zeigt einen Kostenvergleich am Beispiel einer gedämmten 750 m² Halle.

Vorteile von Leichtbauhallen

Besonders für Unternehmen die kurzfristig auf Lagerengpässe reagieren müssen oder deren Lagerbedarf lediglich mittelfristig besteht, bieten Leichtbauhallen dank ihrer schnellen Verfügbarkeit und ihrer Wiederverwendbarkeit einige Vorteile.

  • Mietoption – Bei der Miete entfällt ein hohes Investitionsbudget und die Halle kann nur für den Bedarfszeitraum gemietet werden.
  • Wirtschaftlichkeit – Leichtbauhallen sind sehr wirtschaftlich. Für die Montage ist ein Fundament nicht zwingend erforderlich. Dank der modularen Bauweise sind die Aufbaukosten gering.
  • Nachträglich erweiterbar – Leichtbauhallen können auch im Nachgang erweitert werden. So waren sich Unternehmen Handlungsspielraum bei ihrer Lagerstrategie
  • Schnelle Verfügbarkeit – Liefer- und Montagezeiten von Leichtbauhallen sind sehr kurz, sodass die Lagerfläche bereits nach 2 bis 4 Wochen zur Verfügung steht.
  • Wiederverwendbar – Leichtbauhallen können demontiert und an einem anderen Firmenstandort wiederaufgebaut werden.
  • Breites Zubehör Sortiment – Dank einer Vielzahl an Ausstattungsmöglichkeiten kann die Leichtbauhalle optimal an innerbetriebliche Prozesse angepasst werden. 

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