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Zahl der Industrieroboter verdoppelt, jeder dritte Serviceroboter im Transport

Der Einsatz von Industrierobotern wird für immer mehr Unternehmen attraktiv. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Roboterdichte – das heißt die Zahl der Industrieroboter pro 10 000 Mitarbeiter – weltweit auf 126 fast verdoppelt. Serviceroboter werden auch im Transport- und Lagerlogistik immer häufiger eingesetzt.

| Lesedauer: 3min.

26 Robotereinheiten pro 10 000 Mitarbeiter

Sie müssen weder schlafen noch Pause machen – Industrieroboter arbeiten rund um die Uhr bei gleichbleibender Qualität. Das macht sie für Unternehmen in einem Markt, der vom Fachkräftemangel geprägt ist, aber gleichzeitig immer schneller fehlerfreie Ware fordert, besonders interessant. Das zeigen auch die neuesten Zahlen des World Robotics 2021 Report, der von der International Federation of Robotics (IFR) herausgegeben wird. Wurden 2015 weltweit noch 66 Robotereinheiten pro 10 000 Mitarbeiter gezählt, waren es 2020 fast doppelt so viele. „Die Roboterdichte ist eine sehr wichtige Kennzahl, um die Unterschiede im Automationsgrad verschiedener Volkswirtschaften nachzuvollziehen", teilte Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics, kürzlich zur Veröffentlichung des jüngsten Reports mit.

Deutschland hat Europas höchste Roboterdichte

In Europa steht Deutschland an der Spitze der automatisiertesten Volkswirtschaften. Insgesamt 230 600 Industrieroboter-Einheiten waren 2020 im Einsatz. Mit einer Roboter-Dichte von 371 auf 10 000 Mitarbeiter hat Deutschland damit einen Anteil von 38 % am gesamten operativen Industrieroboter-Bestand in Europa.

Frankreich weltweit auf Platz 16

Frankreich belegt mit einer Roboterdichte von 194 Einheiten weltweit Platz 16. Damit liegen französische Unternehmen in diesem Bereich deutlich über dem globalen Durchschnitt (Roboterdichte 126). Ähnlich ist die Situation auch in anderen EU-Ländern wie Spanien (203 Einheiten), Österreich (205 Einheiten) oder den Niederlanden (209 Einheiten).

Aufholjagd in Großbritannien

Als einziges G7-Land liegt Großbritannien mit einer Roboterdichte von 101 unter dem globalen Durchschnitt. Doch auch hier ist die Zunahme stetig, vor fünf Jahren lag die Kennzahl der Roboter-Einheiten noch bei 71. Nicht nur der Brexit und die daraus folgende Abwanderung ausländischer Arbeitskräfte hat die Nachfrage erhöht. Noch bis 2023 fördert die Regierung durch massive Steueranreize bei der Investition in Anlagen und Maschinen die Modernisierung des verarbeitenden Gewerbes.

Große Bandbreite innerhalb der Kontinente

Weltweit sehen die Zahlen nach dem jüngsten World Robotics Report der International Federation of Robotics (IFR) aus wie folgt: Während in Westeuropa die Roboter-Dichte bei 242 Einheiten liegt, beträgt sie in Nordamerika 167 und in Asien/Australien 134. Dabei ist die Bandbreite innerhalb der einzelnen Kontinente groß. So kommt das weltweit am stärksten automatisierte Land Südkorea auf 932 Einheiten, gefolgt von Singapur (605 Einheiten) und Japan (390 Roboter pro 10 000 Beschäftigte). Auf Platz 4 und 5 kommen mit Deutschland und Schweden die Spitzenreiter Europas.

 

Serviceroboter: Warentransport Top-Anwendung

Der Verkauf von autonomen mobilen Robotern (AMR) stieg weltweit insgesamt von 33 000 im Jahr 2019 auf 44 000 Einheiten im Jahr 2020. Das berichtet die International Federation of Robotics in ihrem World Robotics 2021 Service Robots Report. Damit macht der Transport von Waren und Gütern den wichtigsten Aufgabenbereich innerhalb der professionellen Service-Roboter aus. Jeder dritte Serviceroboter wird in diesem Bereich eingesetzt. Der Umsatz mit autonomen mobilen Robotern(AMR) inklusive Lieferrobotern stieg weltweit um 11 % auf über 1 Milliarde US-Dollar. Zum Einsatz kommt die AMR beispielsweise in der Produktion oder in Lagerhäusern. Immer häufiger sind sie dabei in der Lage, in flexiblen Umgebungen zu agieren, zum Beispiel mit Gabelstaplern, anderen Robotern oder Menschen.

Die weiteren Top-Anwendungstrends dahinter sind Reinigung, Medizin-Robotik (in diesem Bereich ist der Umsatz am höchsten, weil die höchsten Einzelpreise zu erzielen sind), soziale beziehungsweise. Kommunikationsroboter oder Roboter im Gastgewerbe.

Insgesamt wurde mit professionellen Service-Robotern weltweit ein Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar erzielt. Die International Federation of Robotics errechnete ein Plus von 12 % im Jahr 2020. Bei Service-Robotern für den privaten und häuslichen Gebrauch (darunter vor allem Saugroboter und Rasenmähroboter) steig der Umsatz um 16 % auf 4,4 Milliarden US-Dollar.

    Die Vor- und Nachteile

    So rentiert sich der Einsatz von Robotern

    • Produktivität: Roboter lassen sich flexibel rund um die Uhr einsetzen. Bei Bedarf können so auch größere Chargen produziert oder mehr Arbeitsvorgänge erledigt werden.
    • Fehlerreduktion: Roboter liefern gleichbleibende Qualität.
    • Gesundheitsschutz: Übernehmen Roboter Aufgaben an gefährlichen Arbeitsplätzen (Beispielsweise beim Umgang mit Chemikalien), werden Mitarbeiter geschützt.

    Allerdings liegen auch die Nachteile auf der Hand.

    • Die Anschaffungskosten für Industrieroboter und professionelle Serviceroboter sind hoch.
    • Ändern sich Arbeitsschritte oder Bewegungsabläufe, muss die Programmierung des Roboters immer neu angepasst werden.
    • Technische Störungen und Stromausfälle können verheerende Auswirkungen haben.
    • Für die Bedienung und Wartung der Maschinen sind entsprechend qualifizierte Mitarbeiter notwendig.

    Fazit

    Der Trend zum Einsatz von Industrie- und Servicerobotern ist ungebrochen und hat in der Pandemie noch einmal einen gewaltigen Schub bekommen. Vor allem für größere Unternehmen liegen die Vorteile klar auf der Hand. Das hohe Investitionskapital rechnet sich bereits nach kurzer Zeit. In einem Markt, der auf Schnelligkeit und Fehlerreduktion setzt, der aber gerade in den Industrienationen von einem Mangel an passenden Arbeitskräften geprägt ist, bieten Roboter eine Möglichkeit, ein Unternehmen zukunftssicher zu gestalten.

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