Warum Herchenbach und Kunden auf Warehouse-as-a-Service setzen
Unsere Mission ist es, der weltweit führende Full-Service-Anbieter für modularen Lagerraum zu sein, schnell, flexibel und nachhaltig. Mit unserem Konzept Warehouse-as-a-Service übernehmen wir für unsere Kunden alles rund um die Halle, von der Planung über die Montage bis zum After-Sales-Service, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Am deutlichsten zeigt sich unsere Mission im Mietgeschäft: Genau hier verbinden sich Schnelligkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit zu einem Modell, das inzwischen weit über die Hälfte unserer Neuaufträge ausmacht, Tendenz steigend. Warum das so ist und was das für die Stabilität unseres Geschäftsmodells bedeutet, zeigen wir hier anhand konkreter Zahlen.
Warum Flexibilität und Geschwindigkeit immer wichtiger wird
Zwei Entwicklungen prägen aktuell die Entscheidung unserer Kunden für oder gegen eine Investition in eigene Hallenkapazität. Zum einen die spürbar gestiegene Unsicherheit in globalen Lieferketten. Krisen entstehen kurzfristig, Auftragsbücher füllen sich schnell und genauso schnell verändert sich der Bedarf wieder. Zum anderen sinkt der Zeitraum, für den Unternehmen heute überhaupt verlässlich planen. Große, langfristig gebundene Investitionen wie eine eigene Industriehalle rechnen sich nur, wenn sich ihr Nutzen über viele Jahre vorhersagen lässt. Genau diese Verlässlichkeit fehlt aktuell vielen Unternehmen.
Der Planungshorizont, mit dem unsere Kunden realistisch kalkulieren, liegt heute oft bei rund zwei bis fünfJahren. Für diesen Zeitraum eine Immobilie zu kaufen, deren Restwert und Verwertung nach Nutzungsende ungeklärt sind, lässt sich betriebswirtschaftlich kaum rechtfertigen. Allein die Bauzeiten einer klassischen Lagerhalle können mehrere Monate oder über ein Jahr andauern. Ein Mietmodell mit klar kalkulierbaren, laufenden Kosten ist da die naheliegende Alternative.
Warum die Kunden sich zunehmend für die Miete entscheiden
Miete und Kauf sind für uns keine Konkurrenzprodukte, sondern zwei Antworten auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse. Ein Kauf ist dann attraktiv, wenn Kapital günstig verfügbar ist und der Bedarf langfristig feststeht. Doch selbst dann bleibt eine strukturelle Hürde: Für Leichtbauhallen existiert, anders als etwa im Fahrzeuggeschäft, kein etablierter, herstellerunabhängiger Gebrauchtmarkt. Wer kauft, trägt das volle Risiko der Anschlussverwertung selbst.
Das zeigt sich deutlich in unserer eigenen Entwicklung: Der Anteil des Mietgeschäfts an unserem Neugeschäft ist von rund 55 % im Jahr 2023 auf heute über 70 % gestiegen. Für uns ist das der klarste Beleg dafür, dass unser Mietmodell den tatsächlichen Bedarf des Marktes trifft. Es handelt sich nicht um eine Momentaufnahme, sondern um einen anhaltenden Trend.
Ein System, das seinen Wert behält
Die Stabilität unseres Mietgeschäfts hängt maßgeblich davon ab, wie gut wir unser physisches Anlagevermögen im Umlauf halten. Wir bauen keine "eine Leichtbauhalle", sondern ein System aus standardisierten Bauteilen, die sich zu unterschiedlichsten Hallentypen kombinieren lassen. Diese bewusst geringgehaltene Artikelkomplexität ist der entscheidende Hebel für Wiedereinsatzfähigkeit. Das macht unser Produkt besonders wirtschaftlich.
Das bedeutet konkret: Eine durchschnittliche Miethalle steht bei uns rund 44 Monate im vertraglich vereinbarten Rahmen, durch Anschlussverlängerungen häufig deutlich länger. Läuft ein Mietverhältnis aus, bringen wir das zurückgeführte Material innerhalb von zwei bis drei Monaten wieder in den Umlauf. Dafür durchlaufen alle Hallen immer wieder den gleichen Ablauf: Begutachtung, Demontage, Prüfung, bei Bedarf Instandsetzung, Wiedereinsatz.
Der wichtigste Indikator dafür ist die Utilization unseres Materials. Sie beschreibt, welcher Anteil unseres Bestands an Bauteilen zu einem gegebenen Zeitpunkt tatsächlich im Einsatz ist, statt ungenutzt im Lager zu liegen. Hier stehen wir aktuell bei 93 %. Das bedeutet: Der weit überwiegende Teil unseres Anlagevermögens erwirtschaftet fortlaufend Erträge, statt Kapital zu binden. Für uns ist das gelebte Ressourcenverantwortung, ökonomisch und ökologisch zugleich.
Ist eine Miethalle einmal beim Kunden im Einsatz, wird sie Teil seiner Infrastruktur am jeweiligen Standort, unabhängig davon, ob sie noch für den ursprünglichen Zweck oder längst für etwas anderes genutzt wird.
Drei Risikofelder, aktiv gesteuert
Ein Mietgeschäft in dieser Größenordnung bringt drei zentrale Risikofelder mit sich. Alle drei managen wir aktiv.
Schadenrisiko.
Jede vermietete Halle steht in unserem Eigentum, während sie beim Kunden im Einsatz ist. Deshalb ist sie im Standard versichert. Das gibt unseren Kunden Sicherheit und uns die Gewissheit, dass unsere Hallen gut erhalten bleiben.
Vertragsrisiko.
Um nicht von auslaufenden Vertragslaufzeiten überrascht zu werden, betreiben wir ein aktives Rental-Pool- und Vertragsmanagement. Wir bleiben während der gesamten Mietdauer im Austausch mit unseren Kunden und gehen proaktiv mit Verlängerungsangeboten auf sie zu.
Lagerrisiko.
Nicht ausgelastetes Material bindet Kapital, ohne Ertrag zu erwirtschaften. Ein dediziertes Team arbeitet kontinuierlich daran, die Utilization unseres Lagerbestands zu maximieren. Projektspezifisch werden Maßnahmen, wie Refurbishment, Upgrades oder Terminharmonisierung zwischen Ab- und Aufbau umgesetzt, statt Material neu zu beschaffen. Das bringt Material schnell zurück in den Umlauf und verschafft dem Kunden sogar ggf. eine bessere Ausstattung.
Wachstum mit Substanz
Für die kommenden Jahre blicken wir mit Zuversicht auf die Entwicklung des Mietgeschäfts. Der Trend hin zu mehr Flexibilität, Verfügbarkeit und Geschwindigkeit in den Geschäftsprozessen unserer Kunden ist keine Momentaufnahme, sondern zeigt sich bereits seit mehreren Jahren. Geopolitische Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit haben diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt, sie aber nicht erst ausgelöst. Für uns bedeutet das eine strukturelle Verschiebung, die unser Mietmodell langfristig begünstigt, in unseren europäischen Kernmärkten ebenso wie zunehmend in Großbritannien und den USA.
Die Marktumstände, in denen wir uns mit unserem Produkt bewegen, sind ein sehr gutes Match. Gepaart mit einer konsequent hohen Material-Utilization, die wir als Unternehmen leisten, macht das unser Mietgeschäft zu einer verlässlichen Größe.
Ein Marktumfeld, das zu unserem Produkt passt
Am Ende lässt sich unsere Position einfach zusammenfassen: Ein Marktumfeld, das strukturell zu unserem Produkt passt, gepaart mit einer konsequent hohen Auslastung unseres physischen Anlagevermögens. Das macht unser Mietgeschäft zu einer verlässlichen Grundlage, heute und in den kommenden Jahren. Verlässlich, partnerschaftlich, lösungsorientiert: Mit diesem Anspruch führen wir unser Mietgeschäft, weltweit und für jeden einzelnen Kunden.
Bei weiteren Fragen rund um unser Mietmodell stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.