Vom Search Fund zum Marktführer: Unser CEO zu Gast bei Mittelstars
Wie man ein Unternehmen findet, statt es zu gründen
Beim Search-Fund-Modell finanziert eine Gruppe von Investoren die Suche nach einem passenden Unternehmen. Meist über zwei Jahre. In Deutschland ist das Modell mittlerweile ein etabliertes Thema für den Weg ins Unternehmertum.
Till und sein damaliger Partner schrieben persönliche Briefe an Unternehmer, führten hunderte Gespräche. Am Ende fanden sie mit Herchenbach ein Unternehmen, das zwar solide lief, dessen größtes Potenzial jedoch noch ungenutzt blieb.
Vom lokalen Betrieb zum europäischen Mietgeschäft
Bei der Übernahme machte Herchenbach rund 10 Millionen Euro Umsatz, mit 20 Mitarbeitenden. Verkauft wurden vor allem Leichtbauhallen, nur ein kleinerer Teil ging in die Vermietung. Genau dort setzte Till an.
Aus der Überzeugung heraus, dass Unternehmen zunehmend lieber mieten als kaufen, baute er das Vermietgeschäft systematisch aus. Ein neues ERP-System, eine neu strukturierte Vertriebsorganisation und die konsequente Standardisierung der Bauteile machten den Weg zum europaweiten Full-Service-Anbieter möglich. Heute stehen rund 1.000 Hallen im Mietbestand, verteilt auf mehrere europäische Länder.
Fokus, Fokus. Bleib bei dem einen Ding, mach das erstmal besser als alle anderen und dann können wir nach links oder rechts schauen.
Warum Fokus der stärkste Wachstumshebel war
Statt das Geschäft zu diversifizieren, hielt Till konsequent an einem Kerngeschäft fest. Ein Ausflug in einen angrenzenden Markt während der Flüchtlingskrise 2015 lehrte ihn, wie teuer Ablenkung vom eigentlichen Fokus sein kann. Die Lehre daraus prägt bis heute die Unternehmensstrategie. Lieber ein Thema exzellent beherrschen als mehrere Themen mittelmäßig bedienen.
Wie sich dieser Weg über elf Jahre konkret entwickelt hat, welche Rückschläge dazugehörten und wie aus 20 Mitarbeitenden ein 150-köpfiges Team wurde, erzählt Till in der vollständigen Folge. Hört rein!